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Das Schicksal von Frauen und Mädchen in der NS-Zeit
Klingenmünster. „Frauen und Mädchen im Nationalsozialismus“ stehen in diesem Jahr im Mittelpunkt des Gedenkens in Rheinland-Pfalz. Auch das Pfalzklinikum greift dieses Thema in der Gedenkveranstaltung für die Opfer der NS-Psychiatrie auf. Die Veranstaltung beginnt am Dienstag, 27. Januar, um 13:30 Uhr an der Gedenkstätte des Pfalzklinikums in Klingenmünster. Hier finden eine Andacht mit Grußworten und eine Kranzniederlegung statt. Im Anschluss treffen sich die Teilnehmenden zu einem gemeinsamen Austausch im BKV-Zentrum, wo auch für das leibliche Wohl gesorgt ist. Zusätzlich ist die Ausstellung NS-Psychiatrie in der Pfalz im Alleehaus von 14:15 bis 16 Uhr geöffnet. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, mit zu gedenken, sich im BKV-Zentrum zu treffen und die Ausstellung zu besuchen.
Wie unmenschlich und grausam die nationalsozialistische Politik der Rassenkunde war, zeigte das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“, das von der NSDAP am 14. Juli 1933 erlassen wurde. In den folgenden Jahren wurden allein in der Pfalz etwa 7.000 Menschen zwangssterilisiert, darunter fast zwei Drittel Frauen und Mädchen. Auch die Ärzte der Heil- und Pflegeanstalt Klingenmünster begrüßten das Gesetz und unterstützten die Zwangssterilisation von hunderten Patient*innen, die meist in den Krankenhäusern in Landau und Ludwigshafen durchgeführt wurden. Das Pfalzklinikum gedenkt am 27. Januar aller Patient*innen, die Opfer der perfiden und unmenschlichen Rassenhygiene des Nationalsozialismus geworden sind.
Die Gedenkveranstaltung wird vom Ausschuss für Gedenkarbeit und Geschichte der Psychiatrie organisiert und von der Klinikseelsorge des Pfalzklinikums gestaltet.
Kontakt:
Gwendolyn Rothhass
Sekretariat Gedenkarbeit
Tel.: 06349/900-1861
E-Mail: gedenkarbeitpfalzklinikum.de