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„Rosa B. – beinahe vergessen“

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Pfalzklinikum zeigt den Film von der Theateraufführung am Donnerstag, 12. März - Ausstellung NS-Psychiatrie geöffnet

Eine ältere Frau steht hinter einer jüngeren Frau und hält sie am Arm- Szene aus dem Theaterstück "Rosa B. - beinahe vergessen"
Eine Szene aus dem Theaterstück „Rosa B. – beinahe vergessen“ der Theatergruppe WeibsBilder des Herxheimer Dorftheaters. (Quelle: © Walter Menzlaw/Herxheimer Dorftheater)

Klingenmünster. Ihr ganzes Leben lang hat Rita ihre Großmutter Rosa bewundert, obwohl sie sie nie kennen gelernt hat. Sie habe in Amerika ihr Glück gemacht, hieß es. Doch dann findet sie heraus, dass ihre Großmutter Opfer der NS-Psychiatrie wurde und 1946 in Klingenmünster starb. Die Theatergruppe WeibsBilder des Herxheimer Dorftheaters hat das Theaterstück, das auf einer wahren Geschichte basiert, 2019 auf die Bühne gebracht. Anlässlich des Weltfrauentags lädt der Ausschuss für Gedenkarbeit zu einer Filmvorführung des Theaterstücks am Donnerstag, 12. März, ein. Die Vorführung findet um 18 Uhr im Konferenzraum des Hauptgebäudes (Geb. 1, 1. OG) in Klingenmünster statt. Der Eintritt ist frei. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Um eine Anmeldung unter gedenkarbeitpfalzklinikum.de wird gebeten. Im Anschluss an die Filmvorführung besteht die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen und die Eindrücke des Abends zu teilen.

In diesem Jahr stehen Frauen und Mädchen im Mittelpunkt der Gedenkarbeit des Pfalzklinikums. Der Film des Theaterstücks zeigt den schmerzhaften aber auch befreienden Prozess des Erinnerns: Gabriele Bußmann, die Enkelin von Rosa B., entdeckt durch Zufall Fotos, Briefe und Schriftstücke über ihre Großmutter und arbeitet so deren Geschichte auf. In dem Stück wird der Rechercheprozess der Enkelin von heute verflochten mit den Ereignissen von damals.

Mit Rosa B. wurden über 2000 weitere Klingenmünsterer Patientinnen und Patienten Opfer der NS-Psychiatrie. Ihr Schicksal zeigt die Ausstellung „NS-Psychiatrie in der Pfalz“ im Alleehaus des Pfalzklinikums in Klingenmünster. Zusätzlich zu der Filmvorführung ist die Ausstellung an dem 12. März von 16 bis 18 Uhr für interessierte Besucher*innen geöffnet. Auch hier ist der Eintritt frei. Regulär ist die Dauerausstellung jeden Mittwoch von 14:30 bis 16 Uhr zu sehen. Eine weitere Sonderöffnungszeit, insbesondere für Berufstätige, gibt es am Mittwoch, 25. März, Dann ist die Ausstellung zusätzlich von 17 bis 19 Uhr geöffnet.

Kontakt: 
Gwendolyn Rothhaß
Sekretariat Gedenkarbeit
Tel.: 06349/900-1861
E-Mail: gedenkarbeitpfalzklinikum.de